ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2010Geschichte: Europäische Einheit in der Dermatologie

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Geschichte: Europäische Einheit in der Dermatologie

Richter-Kuhlmann, Eva; Rose, Wolfgang

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Nicht umsonst wiegt der stabile Band der „Geschichte der deutschsprachigen Dermatologie“ mehr als zwei Kilogramm: Auf etwa 750 Seiten, die jeweils in eine deutsche und eine englische Spalte unterteilt sind, wird in ihm die Entwicklung der Dermatologie samt ihrer europäischen Verflechtungen dargestellt.

Anlässlich des 120-jährigen Jubiläums ihrer Gründung im vergangenen Jahr beauftragte die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) Prof. Albrecht Scholz vom Institut für Geschichte der Medizin der Technischen Universität Dresden, dieses Werk zu verfassen, das die für die Gründungsphase der DDG charakteristische wissenschaftliche Einheit von Deutschland, Österreich, der Schweiz, Polen, Tschechiens, der Slowakei, Ungarns und anderer Balkanländer darstellt. In der Tat durchzieht der europäische Gedanke die Beiträge der 25 internationalen Autoren zur Geschichte der Dermatologie in einzigartiger Form. Dabei zeigt sich, wie die Gemeinsamkeiten dermatologischer Forschung, Krankenversorgung und Lehre erst die hervorragenden Leistungen innerhalb der internationalen Dermatologie hervorbringen konnten. Untermauert wird dies durch zahlreiche historische Abbildungen und geografische Karten.

Interessierte Leser finden in dem Band auch detaillierte Berichte zum Aufstieg der Dermatologie nach Ende des Zweiten Weltkrieges, die bislang noch nicht zusammengetragen worden waren. Durch erneute Zusammenarbeit und Solidarität konnten damals nationale Grenzen überwunden werden, partiell selbst die Teilung von Ost- und Westdeutschland. Für die dermatologische Fachwelt dürfte das Werk ein medizinhistorischer Meilenstein sein. Eva Richter-Kuhlmann, Wolfgang Rose

Albrecht Scholz et al. (Hrsg.): Geschichte der deutschsprachigen Dermatologie. Deutsche Dermatologische Gesellschaft 2009, Wiley-Blackwell, Berlin 2009, 746 Seiten, gebunden, 25 Euro

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