ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2010Uwe Kekeritz: Kamerun wirkt seit langem nach

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Uwe Kekeritz: Kamerun wirkt seit langem nach

Dtsch Arztebl 2010; 107(20): A-1027 / B-903 / C-891

Rieser, Sabine

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Uwe Kekeritz. Foto: Deutscher Bundestag/H.J. Müller
Uwe Kekeritz. Foto: Deutscher Bundestag/H.J. Müller
In dieser Legislaturperiode hat es geklappt: Der Deutsche Bundestag hat einen Unterausschuss „Gesundheit in Entwicklungsländern“ eingerichtet, der dem Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zugeordnet ist.

Den Vorsitz hat Uwe Kekeritz (56) aus der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen übernommen. Für den Volkswirt aus Fürth ist es nach 14 Jahren Kommunalpolitik das erste Bundestagsmandat und damit der erste Ausschussposten. Mit Entwicklungspolitik habe er sich aber bereits während des Studiums auseinandergesetzt, erzählt er.

Von 1988 bis 1990 arbeitete Kekeritz in Kamerun. Er wäre gern länger geblieben, aber seine Frau wollte mit den Kindern lieber zurück. Das Interesse an Entwicklungshilfe hielt an, sagt der Grüne: „Es gibt eine Affinität zum Thema des Ausschusses.“

Dessen neun Mitglieder treffen sich einmal im Monat und wollen sich als Nächstes beispielsweise mit dem Aufbau sozialer Sicherungssysteme in Entwicklungsländern oder der Förderung der dortigen Pharmaindustrie befassen. „Ich sehe schon Möglichkeiten, zu gemeinsamen Anträgen und Initiativen zu kommen“, ist Kekeritz optimistisch.

Er wirkt aufgeschlossen, engagiert, aber nicht über die Maßen karriereorientiert. Ob er gern schon früher im Bundestag gearbeitet hätte? „Nein“, sagt Kekeritz, „ich brauchte meine Entwicklung.“ Mittlerweile bringt ihn so leicht keiner mehr aus dem Konzept. Und allzu großen „Respekt vor dem Expertentum“ hat er verloren. Sabine Rieser
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