ArchivDeutsches Ärzteblatt11/1996Notfallmedizin nach Leitsymptomen

SPEKTRUM: Bücher

Notfallmedizin nach Leitsymptomen

Loch, Carl; Knuth

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LNSLNS Notfallmedizin
Schnelle Diagnose
Franz Carl Loch, Peter Knuth (Hrsg.): Notfallmedizin nach Leitsymptomen. Im Auftrag der Bundes­ärzte­kammer, 3., erweiterte Auflage, Deutscher Ärzte-Verlag, Köln, 1995, 714 Seiten, 25 Abbildungen in 55 Einzeldarstellungen, kartoniert, 78 DM
Das Konzept für dieses Buch entstand bei der Bundes­ärzte­kammer 1986 unter dem Eindruck, daß Notfälle auch bei den niedergelassenen Ärzten und nicht nur im eigentlichen Tätigkeitsbereich der Notärzte einen immer höheren Stellenwert erreichten und es für die Ärzte fast unmöglich war, sich einen Überblick zu verschaffen. Einer der Herausgeber (Franz Carl Loch) hatte außerdem bereits im Saarland Erfahrungen mit Publikationen zu notfallmedizinischen Teilbereichen gesammelt. In der dritten Auflage ist Peter Knuth, als Notfallmediziner ausgewiesen, als Herausgeber hinzugetreten. Das Buch wurde überarbeitet, vor allem erweitert.
In der Notfallmedizin entscheiden Sekunden, in denen mit einem Minimum an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten ein Maximum an Wirkung erzielt werden muß, um einer Verschlimmerung vorzubeugen und das Überleben zu sichern. Bei der notwendigen Systematisierung hat man sich unter Gewichtung dieser Tatsachen an Leitsymptomen ausgerichtet, die nicht nur eine schnelle Diagnose ermöglichen, sondern gleichzeitig den Ansatzpunkt für Sofortmaßnahmen vermitteln. Leitsymptome, mit deren Hilfe eine akute Störung an vitalen Funktionen nachgewiesen wird, sind in der Phase der Soforttherapie wichtiger als die Diagnose. Bei richtiger Beurteilung des oder der Leitsymptome ergeben sich fast automatisch die notwendigen Sofortmaßnahmen, die einer weiteren Verschlimmerung vorbeugen oder gar eine Stabilisierung gestörter Funktionen herbeiführen.
Neben Querverweisen auf Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen ist bei der Darstellung aller Leitsymptome die gleiche Untergliederung gewählt: Symptomatik, Anamnese, Sofortdiagnostik, therapeutische Sofortmaßnahmen, Indikation für Überweisung zum Spezialisten und andere Erörterungen. Diese Unterteilung prägt sich ein. Der Leser findet sich relativ schnell zurecht. Er kann die Zusammenstellung wie eine Kasuistik behandeln. Zu Beginn des einem Leitsymptom gewidmeten Kapitels findet sich außerdem eine Auflistung der diesem Symptom zuzuordnenden Krankheitsbilder. Dadurch ist eine schnellere Zuordnung möglich. Daneben enthält das Buch die notfallmedizinischen Grundlagen.
An dem Buch hat eine große Anzahl von fachspezifischen Autoren mitgearbeitet. Es ist trotzdem die von den Herausgebern angestrebte Zielsetzung der schnellen, gut überschaubaren Darstellung erreicht. Dieses Buch ist für alle Studenten und Ärzte, die sich mit der Notfallmedizin vertraut machen wollen, empfehlenswert.
Friedrich Wilhelm
Ahnefelt, Ulm
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