ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2010Medizinstudium: Vor mehr als 30 Jahren
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„Ob jemand ein guter Arzt wird, entscheidet sich nicht anhand seines Notendurchschnitts.“

So, so: Als mein Jahrgang vor mehr als 30 Jahren studieren wollte, erfand man gerade den Irrsinn mit dem Mainzer IMPP und hatte bei der Auswahl via ZVS mit unkalkulierbaren Wartezeiten von bis zu zehn Jahren zu rechnen. Jede Bemühung damals, die irrwitzigen Fragen, die teils die eigenen Hochschullehrer nicht imstande waren zu beantworten, zu eliminieren, misslang. Ohne eine „Eins“ im Abitur nicht mal eine Chance auf einen Studienplatz. Bereits damals brachen so große Teile des eher empathisch veranlagten Nachwuchses ab! Nachdem ganze Generationen so fehlselektiert wurden, jetzt, im Mangel, der Umschwung? Offenbar muss das Kind „Politik“ immer wieder ins Feuer greifen, um zu begreifen, dass es wehtut . . .
Gerhard Schuster, F-75009 Paris
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