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Einführung in die Pragmatik
Herbert Stachowiak (Hrsg.): Pragmatik. Handbuch pragmatischen Denkens. Band V, Pragmatische Tendenzen in der Wissenschaftstheorie, Felix Meiner Verlag, Hamburg, XXXIX, 482 Seiten, gebunden, 298 DM
1986 erschien der erste der fünf Bände einer modernen Pragmatik. Nun ist es an der Zeit, auch den letzten Band des Berliner und Paderborner Philosophen Herbert Stachowiak herauszustellen, zumal dieser mit seiner Begründung der Wissenschaftstheorie auch den Grundlagen der wissenschaftlichen und angewandten Medizin am nächsten kommt. Im Hinblick auf die amerikanischen Vorläufer des Pragmatismus wie Peirce, James und Rapoport um die Jahrhundertwende spricht man (wie es teilweise geschieht) am besten von "Neopragmatismus".
In den neueren Bänden sind alle namhaften Erkenntnistheoretiker vertreten, darunter auch der kürzlich verstorbene Paul Feyerabend. Es handelt sich, so das "Philosophische Jahrbuch", um "Mikroencyclopaedien, die ein übergreifendes Wissen auf kleinstem Boden ausbreiten". Der Pragmatismus ist sicher die der Medizin gemäßeste Form der Philosophie, erfordert aber Verständnis und gewisse Kenntnisse. Deshalb kann das Gesamtwerk – besonders aber der fünfte Band – allen Ärzten empfohlen werden, welche die philosophischen Grundlagen ihres Handelns vertiefen wollen. Für reine Praktiker oder "Handwerker" sind die Bände nicht geeignet.
Rudolf Gross, Köln
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