ArchivDeutsches Ärzteblatt36/1997Vernetzte Strukturen in der Geriatrie: Kooperation verbessert

POLITIK: Aktuell

Vernetzte Strukturen in der Geriatrie: Kooperation verbessert

Glöser, Sabine

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LNSLNS Die KV Westfalen-Lippe hat zusammen mit dem Institut für Gerontologie der Universität Dortmund in der Versorgung pflegebedürftiger älterer Menschen ein Modellprojekt abgeschlossen. Ziel war es, durch vernetzte Strukturen die Kooperation zwischen Kassenärzten, Krankenhäusern, Pflegediensten und Therapeuten zu verbessern. Das Projekt dauerte von Sommer 1994 bis zum Frühjahr 1997. Teilgenommen haben 100 niedergelassene Hausärzte aus Bochum und dem Märkischen Kreis, die in ihrem Einzugsbereich tätigen ambulanten Pflegedienste und Therapeuten sowie die dort gelegenen Pflegeheime und Krankenhäuser.
Die Ergebnisse der Projektarbeit: Zur Vereinfachung und Standardisierung des Informationstransfers haben Krankenhausvertreter und niedergelassene Ärzte ein Verfahren zur Informationsweitergabe bei Krankenhausaufnahmen und -entlassungen entwickelt. Vorgesehen ist, einen standardisierten "Überleitungsbogen" einzuführen. Mitarbeiter von Altenpflegeheimen haben zusammen mit den Hausärzten ihrer Patienten eine engere Abstimmung vereinbart. Die Projektteilnehmer haben ein Formblatt zur Erstinformation der Kooperationspartner durch den Hausarzt erarbeitet sowie ein Formblatt zum berufsgruppenübergreifenden Informationsaustausch erstellt. Zudem wurden Vereinbarungen zur gegenseitigen Absprache bei typischen Krankheitsbildern im Alter, wie Schlaganfälle oder Knochenbrüche, getroffen.
Das Projekt gebe Hinweise darauf, heißt es im Abschlußbericht, daß eine intensive Zusammenarbeit von Ärzten, Pflegepersonal und Therapeuten die Patientenversorgung verbessern kann und vermeidbare Kosten eingespart werden können. SG


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