ArchivDeutsches Ärzteblatt36/1997Ersatzkassen-Punktwerte: Drastische Einbrüche

POLITIK: Aktuell

Ersatzkassen-Punktwerte: Drastische Einbrüche

Maus, Josef

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LNSLNS Einer Studie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) zufolge ist es seit 1985 zu einem erheblichen Einbruch bei den Ersatzkassen-Punktwerten gekommen. Danach ist der Preis, den die Ersatzkassen für die einzelnen ärztlichen Leistungen zahlen, von 1985 bis 1995 um mehr als 22 Prozent zurückgegangen. Im selben Zeitraum ist der allgemeine Preisindex um 24,5 Prozent gestiegen.
In der Studie der KBV und des ZI wird die Entwicklung des Ersatzkassen-Punktwertes mit der des GOÄPunktwertes verglichen. 1985 lag der Ersatzkassen-Punktwert noch um rund 20 Prozent über seinem GOÄPendant, zehn Jahre später um mehr als 15 Prozent darunter. Die KBV weist in diesem Zusammenhang darauf hin, daß der GOÄ-Punktwert von der Bundesregierung nur in großen Zeitabständen und nicht im wirtschaftlich notwendigen Umfange weiterentwickelt worden sei. Inzwischen hat der Ersatzkassen-Punktwert erneut nachgegeben. Allerdings spielen dabei auch Sondereffekte aufgrund der EBM-Reform von 1996 eine Rolle. Für eine weitere "Anpassung nach unten" sieht die Kassenärztliche Bundesvereinigung weder eine Berechtigung noch einen wirtschaftlichen Spielraum. Verhandlungen über die Höhe des Ersatzkassen-Punktwertes stehen in Kürze bevor. Kassenärzte und Kassen müssen sich im Zusammenhang mit den neuen Regelleistungsvolumina auf einen festen Punktwert verständigen. JM
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