ArchivDeutsches Ärzteblatt37/1997Passivrauchen: Nutzen für die „Raucherlobby“

SPEKTRUM: Leserbriefe

Passivrauchen: Nutzen für die „Raucherlobby“

Schiele, R.

Zu dem Beitrag "Passivrauchen: Halb so schlimm?" von Dr. Sabine Glöser in Heft 28-29/1997; ein Leserbrief ist bereits in Heft 34-35/1997 erschienen:
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Das Fragezeichen in der Überschrift läßt vermuten, daß der Berichterstatterin selbst nicht wohl war bei den auf dem referierten Expertengespräch geäußerten Zweifeln an den schädlichen Wirkungen des Passivrauchens. Es fragt sich vor allem, wem diese Feststellung nützen soll - am ehesten doch wohl der "Raucherlobby" und der Zigarettenindustrie, die sich angesichts der geradezu erdrückenden Beweislast allerdings doch lieber nicht auf die Tragfähigkeit der in dem Bericht geäußerten Argumente verlassen sollten. Unter präventivmedizinischen Aspekten wäre es jedenfalls dringend zu wünschen, daß sich die deutsche Ärzteschaft ebenso geschlossen wie etwa die AMA gegen das Rauchen engagiert - zum sicheren Nutzen der Raucher und zum zumindest wahrscheinlichen auch der Nichtraucher! Daß die bereits von Goethe als "Schmauchlümmel" titulierten passionierten Raucher von sich aus auf belästigte oder sogar gesundheitlich beeinträchtigte Personen Rücksicht nehmen, ist doch leider auch in den letzten 25 Jahren der Diskussion eher die Ausnahme als die Regel geblieben.
Prof. Dr. med. habil. R. Schiele, Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Klinikum der FriedrichSchiller-Universität Jena, Jahnstraße 3, 07740 Jena
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote