ArchivDeutsches Ärzteblatt37/1997Biochemie und Pathobiochemie
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LNSLNS Georg Löffler und Petro E. Petrides: Biochemie und Pathobiochemie. 5., neu konzipierte und überarbeitete Auflage, Springer-Verlag, Berlin, 1996, 1 155 Seiten, etwa 1 000 farbige Abbildungen, 148 DM
Durch den enormen Wissenszuwachs im Bereich der Molekularbiologie läßt sich die Biochemie immer schwerer von moderner Zellbiologie und Genetik trennen. In dem vorliegenden Band haben die Autoren diese Gratwanderung gut bewältigt und zusätzlich zur allgemeinen Biochemie die korrespondierende Pathobiochemie ans Ende des jeweiligen Kapitels gestellt. In Anbetracht des großen Themenspektrums, welches von diesem Biochemielehrbuch abgedeckt wird, ist es erstaunlich, daß es entgegen dem heutigen Trend nur von zwei Autoren geschrieben wurde und nicht von einem interdisziplinären Team.
Den Autoren ist es gut gelungen, den aktuellen Wissensstand anschaulich darzustellen. So wird beispielsweise die molekulare Medizin ausführlich dargestellt. Die Strategie zur Identifizierung von defekten Genen, die Erbkrankheiten auslösen können, wird klar beschrieben. Die vielen, teilweise aufwendig gestalteten Grafiken geben nützliche Zusatzinformationen, allerdings entspricht die topographische Darstellung einer Untereinheit des NMDA-Rezeptors im Kapitel "Nervengewebe" nicht dem heutigen Erkenntnisstand, und die Darstellung des GABAA-Rezeptors mit zwei d-Untereinheiten entspricht eher einer Analogie zum nACh-Rezeptor als experimentellen Daten. Von diesen Details abgesehen, ist das Buch sehr empfehlenswert.
Stephan Mertens, Köln
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