ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2010Koalition gegen den Schmerz: Kritik an Austauschpflicht

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Koalition gegen den Schmerz: Kritik an Austauschpflicht

Dtsch Arztebl 2010; 107(22): A-1092 / B-964 / C-952

Richter-Kuhlmann, Eva

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LNSLNS Die sechs zur „Koalition gegen den Schmerz“ gehörenden Fachverbände und Patientenorganisationen fordern, die Austauschpflicht von Opioiden abzuschaffen, die der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung unterliegen. Seit 2008 müssen auch stark wirksame Opioide der WHO-Stufe III gegen ein rabattiertes, wirkstoffgleiches Präparat oder eines der drei preisgünstigsten Generika ausgetauscht werden.

„Bei dieser speziellen Substanzklasse können jedoch selbst bei gleichem Wirkstoff und und gleicher Dosis erhebliche Unterschiede in der Wirkung entstehen“, warnte Dr. med. Gerhard Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie. Für viele der 15 Millionen chronischen Schmerzpatienten und der 1,5 Millionen Krebspatienten habe die Austauschpflicht gravierende Konsequenzen, wie zum Beispiel mehr Nebenwirkungen.

Zugleich kritisierten die Verbände, dass Medizinstudierende nicht in der Schmerztherapie ausgebildet würden. Diese gehöre als Pflichtfach in die Approbationsordnung. ER
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