ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2010Hans Joachim Salize: Zum Besseren hin verändern

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Hans Joachim Salize: Zum Besseren hin verändern

Dtsch Arztebl 2010; 107(23): A-1169 / B-1027 / C-1015

Maus, Josef

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Hans Joachim Salize. Foto: ZI
Hans Joachim Salize. Foto: ZI

Die Freude von Prof. Dr. sc. hum. Hans Joachim Salize über den Christian-Roller-Preis 2010 war groß. Immerhin ist der von den Illenauer Stiftungen ausgeschriebene Preis mit 120 000 Euro hierzulande der höchstdotierte Psychiatriepreis für versorgungsbezogene Projekte. Salize, Leiter der Arbeitsgruppe psychiatrische Versorgungsforschung am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, sieht in der Auszeichnung eine hohe Anerkennung und Ansporn für künftige Projekte.

Das prämierte Forschungsprojekt widmet sich Menschen mit psych-
iatrischen Erkrankungen, die vor dem Abrutschen in die Wohnungslosigkeit stehen. Derzeit gibt es in Deutschland noch keine präventiven oder versorgungsbezogenen Modelle, die darauf abzielen, die fachgerechte psychiatrische Betreuung und Behandlung von entsprechenden Risikogruppen sicherzustellen. Salize und seine Mitarbeiter forschen in Mannheim und Freiburg in Zusammenarbeit mit den Ämtern für Wohnraumsicherung, weiteren sozialen Diensten und den Einrichtungen der örtlichen Wohnungslosenhilfe. Von den dort eingeleiteten Maßnahmen erhoffen sich die Forscher erhebliche positive Effekte auf den psychischen und physischen Gesundheitsszustand der Studienteilnehmer. Ebenso positive Effekte werden für die soziale Wiedereingliederung der Betroffenen erwartet.

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Was Salize dabei antreibt, ist nicht zuletzt die Erkenntnis, dass die Befunde der psychiatrischen Versorgungsforschung sehr schnell auf die Behandlung und Versorgung der Patienten anwendbar sind – und damit die Situation der Betroffenen entscheidend zum Besseren hin verändern können. Josef Maus

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