ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2010Neue Influenza: EU-Parlament kritisiert Verschwendung

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Neue Influenza: EU-Parlament kritisiert Verschwendung

Dtsch Arztebl 2010; 107(23): A-1137 / B-1001 / C-989

Zylka-Menhorn, Vera

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Übertriebener Schutz vor A/H1N1: Am Flughafen München werden im April 2009 die ersten Infizierten erwartet. Foto: picture alliance/SZ-Photo
Übertriebener Schutz vor A/H1N1: Am Flughafen München werden im April 2009 die ersten Infizierten erwartet. Foto: picture alliance/SZ-Photo

Der Umgang der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) sowie von EU-Institutionen und Regierungen mit der Neuen Influenza (A/H1N1- Pandemie) hat zu einer Verschwendung öffentlicher Gelder geführt und ungerechtfertigte Ängste über die gesundheitlichen Risiken geschürt. Zu diesem Ergebnis gelangt ein Bericht, den der Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments am 4. Juni veröffentlicht hat. Nach Angaben des britischen Abgeordneten Paul Flynn, dem Autor des Berichts, gibt es „überwältigende Beweise dafür, dass die Schwere der Pandemie von der WHO erheblich überschätzt worden ist“, was zu einer Verzerrung der Prioritäten für den öffentlichen Gesundheitsdienst geführt habe. „Das war eine Pandemie, die nie wirklich eine war“, so Flynn.

In dem vom EU-Parlament verabschiedeten Text werden zudem „schwere Mängel“ in der Transparenz der Entscheidungsfindung und Bedenken über den Einfluss der Pharmaindustrie auf Entscheidungen geäußert. Die WHO und die europäischen Institutionen für das Gesundheitswesen seien nicht bereit gewesen, Namen und Interessenkonflikte der Personen zu veröffentlichen, die an den Empfehlungen für den Umgang mit der Pandemie direkt beteiligt gewesen seien. zyl

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