ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2010Unabhängige Patientenberatung: Zügig in die Regelversorgung einbinden

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Unabhängige Patientenberatung: Zügig in die Regelversorgung einbinden

Dtsch Arztebl 2010; 107(23): A-1137 / B-1001 / C-989

Schmitt-Sausen, Nora

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Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen sieht die Eingliederung der Unabhängigen Patientenberatung (UPD) in die Regelversorgung gefährdet. Es sei eine zeitnahe Gesetzesinitiative notwendig, um einen nahtlosen Übergang von der 2010 endenden Pilotphase hin zur Einbindung der UPD in das System zu gewährleisten, sagte Maria Klein-Schmeink, Sprecherin für Prävention und Patientenrechte der grünen Bundestagsfraktion im Rahmen eines Fachgesprächs in Berlin. Für ein solches Gesetz gebe es derzeit allerdings noch keine sichtbaren Ansätze.

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU), hatte angekündigt, die UPD in die Regelversorgung überführen zu wollen. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion unterstützt das Vorhaben, Stellungnahmen der anderen Fraktionen liegen noch nicht vor. Auch der GKV-Spitzenverband, der die UPD bislang finanziert, hat sich dafür ausgesprochen, die Beratungsleistung im System zu etablieren.

Auf der Tagung „Guter Rat für starke Patienten – Perspektiven für die unabhängige Patientenberatung?“ diskutierten die Grünen mit Vertretern von UPD, Selbsthilfe, Verbraucherzentralen, Krankenkassen, Wissenschaftlern und den Ärztekammern die bisherige Arbeit der UPD und formulierten Eckpunkte: So soll das bundesweite UPD-Netz von 22 auf 40 Filialen ausgeweitet und Teilzeitstellen in Vollzeitstellen umgewandelt werden, um dem Beratungsbedarf gerecht zu werden. Dafür müssten allerdings die Mittel für die UPD von 5,1 auf zwölf Millionen Euro aufgestockt werden. Die Grünen schlagen deshalb vor, dass sich künftig auch die Privatversicherer an der Finanzierung beteiligten. nos

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