ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2010Telematikumfrage: Ärzte sehen Potenzial für die Praxen

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Telematikumfrage: Ärzte sehen Potenzial für die Praxen

Dtsch Arztebl 2010; 107(23): A-1136 / B-1000 / C-988

Krüger-Brand, Heike E.

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Die niedergelassenen Ärzte stehen telemedizinischen Lösungen offener gegenüber, als dies der mehrjährige Streit um die elektronische Gesundheitskarte vermuten lässt. Das geht aus einer Umfrage hervor, die der Verband Deutscher Arztinformationssystemhersteller und Provider e.V. (VDAP; www.vdap.de) bei 440 hausärztlich tätigen Praktikern, Internisten, Pädiatern und Gynäkologen durchgeführt hat. Danach erwarten etwas mehr als die Hälfte der Befragten (52,5 Prozent) Vorteile für ihre persönliche Praxissituation durch die Telematik. Besonders gute Schulnoten bekamen dabei elektronische Notfalldaten (2,25), der elektronische Arztbrief (2,75) und die Arznei­mittel­therapie­sicherheit (2,83). Konfliktpotenzial sehen die Niedergelassenen vor allem in den Kosten und im Datenschutz: So erwarten 92,3 Prozent der Befragten, dass ihnen durch Telematikanwendungen höhere Aufwendungen und Kosten entstehen, und 80,2 Prozent befürchten Probleme mit dem Datenschutz.

Streitfall E-Card: Seit Jahren ist deren Einführung umstritten – dennoch stufen Experten die Ärzte nicht als technikfeindlich ein. Foto: MDS/Viefhaus
Streitfall E-Card: Seit Jahren ist deren Einführung umstritten – dennoch stufen Experten die Ärzte nicht als technikfeindlich ein. Foto: MDS/Viefhaus

„Ärzte sind nicht etwa technikfeindlich. Sie legen aber großen Wert darauf, dass neue Anwendungen praxistauglich sind und das Arztgeheimnis in vollem Umfang gewährleistet wird“, erklärte der VDAP-Vorsitzende Lars Hübner bei der Vorstellung der Ergebnisse in Berlin. Wenn man die starren Sektorengrenzen im Gesundheitswesen überwinden wolle, um vorhandene Effizienzreserven zu heben, gehe kein Weg an der Telematik vorbei. KBr

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