ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2010Chirurgieassistenz: Die Vision
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Man lasse sich folgenden Satz des Vordenkers des deutschen Krankenhausinstituts auf der Zunge zergehen: „Der ärztliche Personalmangel in der Chirurgie erfordert also zusätzliches und speziell qualifiziertes OP-Fachpersonal.“ Na, herzlichen Glückwunsch! . . . Mangels ärztlichem Personal werden also mitnichten forciert Ärzte aus- und zum Beispiel zu Chirurgen weitergebildet, vielleicht sogar der Beruf attraktiver und familienfreundlicher gestaltet. – Nein, Herr Dr. Blum fordert und entwickelt allen Ernstes als Alternative zum Ärztemangel die Übernahme und Durchführung von ärztlichen Tätigkeiten durch nichtärztliches Personal. Großartig!

Visionär! Wirtschaftlich! Vielleicht entstammt der Herr Dr. Blum ja einem Jahrgang, der dann auch hoffentlich selbst in den Genuss seiner großartigen Visionen kommt: Wenn dann nämlich im Jahr 2025 CTA und COA nach drei frustranen Revisionen der Anastomose den
MAFA bitten, doch die einzigen in der Klinik noch vorhanden, aber im Moment gerade in Saal zwölf tätigen Fachärzte für Anästhesie und Chirurgie zu bitten, mal ganz schnell herüberzukommen . . .

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Und Aldous Huxley lässt schon wieder grüßen: schöne neue Welt!

Prof. Dr. Hans-Bernd Hopf,
Abteilung für Anästhesie und Perioperative Medizin, Asklepios Klinik Langen, 63225 Langen

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