ArchivDeutsches Ärzteblatt11/1996Katamnesenstudie belegt Wirksamkeit der analytischen Therapie

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Katamnesenstudie belegt Wirksamkeit der analytischen Therapie

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LNSLNS KONSTANZ. Rund 650 ehemalige Patienten von Mitgliedern der DGPT und DGIP (Organisationen der deutschen Psychoanalytiker) haben sich an einer anonymen katamnestischen Untersuchung beteiligt. Grundlage war eine Zufallsstichprobe bei den Analytikern. Die Befragten sollten ihr Befinden zu Beginn und am Ende der Therapie sowie zum Befragungszeitpunkt einschätzen. Sie wurden auch um Angaben dazu gebeten, wie häufig sie Medikamente einnehmen, zum Arzt gehen, krankgeschrieben oder im Krankenhaus waren. Erarbeitet wurde die Studie von dem Psychoanalytiker Dr. med. Dipl.-Psych. Roland Heinzel, Steißlingen, dem Gesundheitsökonomen Prof. Dr. Friedrich Breyer und dem Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Klein, Heidelberg.
Aus den Antworten der ehemaligen Analysepatienten (Rücklauf: 66 Prozent) sind hochsignifikante Verbesserungen des körperlichen, psychischen und sozialen Befindens zu erkennen. Sie verstärkten sich nach Abschluß der Therapien zum größten Teil noch. Die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen ging nennenswert zurück, und zwar bei Arztbesuchen, bei Kranken­haus­auf­enthalten und bei der Einnahme von Medikamenten. Für besonders bemerkenswert halten die Verfasser die Verringerung der Krankschreibungen um fast zwei Drittel. Die Gruppentherapie scheint der Studie zufolge mindestens so wirksam zu sein wie die Einzeltherapie.
Eine Langfassung kann von Mai an bezogen werden bei Prof. Dr. Friedrich Breyer, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Statistik, Universität Konstanz, Tel 0 75 31/ 88 25 66, Fax 0 75 31/
88 31 30. EB
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