ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2010Gesundheitswesen: Ärzte befürchten schlechtere Versorgung

BERUF

Gesundheitswesen: Ärzte befürchten schlechtere Versorgung

Hillienhof, Arne

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Die Ärztinnen und Ärzte in Deutschland erwarten in den kommenden Jahren eine deutlich schlechtere Gesundheitsversorgung. Das ist das Ergebnis einer Befragung von 400 Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen im Auftrag des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed). „Zur Verbesserung der Patientenversorgung muss das Innovationsklima in Deutschland weiter optimiert, die bürokratischen Hürden verringert und die Wahlmöglichkeiten der Versicherten gestärkt werden“, kommentiert BVMed-Vorstandsvorsitzender Meinrad Lugan. Das sehen auch die befragten Ärzte so: Um die Qualität der Patientenversorgung zu erhalten, forderten 95 Prozent der Befragten vor allem weniger Bürokratie, 70 Prozent bessere sektorenübergreifende Versorgungskonzepte und 55 Prozent den stärkeren Einsatz innovativer Medizintechnologien.

Eine Befragung von TNS-Emnid unter 100 Entscheidern aus der Gesundheitswirtschaft, darunter Abgeordnete, Ministerien und Vertreter der Selbstverwaltung, ergab dagegen eine deutlich optimistischere Einschätzung der künftigen Entwicklung des Gesundheitssystems. Lediglich 56 Prozent der Befragten erwarten, dass die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems in den kommenden Jahren leiden wird. hil

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