ArchivDeutsches Ärzteblatt38/1997Rechtschreibreform:Status quo festschreiben

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Rechtschreibreform:Status quo festschreiben

EB

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LNSLNS BONN. Acht befürwortende Verbände der umstrittenen Rechtschreibreform bezogen jetzt vor der Presse Stellung zur aktuellen Diskussion um die Aussetzung der Reform. Wolfgang Dick vom Verband der Schulbuchverlage erklärte, bei einem Reformstopp entstünden den Verlagen bis Ende 1997 Verluste von über 300 Millionen DM, unter anderem bedingt durch ein unverkäuflich gewordenes Warenlager, da Schulbücher seit 1996 in "reformierter Form" aufgelegt würden.
Marianne Demmer von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zeigte sich verärgert über den Dilettantismus der Kultusminister bei der Einführung der Reform und nannte es unverantwortlich, "daß ungeklärte juristische Fragen auf dem Rücken der Kinder und Lehrkräfte ausgetragen werden". Die GEW halte jedoch an der Reform fest, weil sonst das Chaos in den Schulen perfekt wäre.
Heinz-Peter Meidinger vom Deutschen Philologenverband stellte fest, daß die Reform von Schülern und Lehrern akzeptiert worden sei und durch die aufgebauschte Diskussion um die Rechtschreibreform von den eigentlichen Problemen der Jugend Deutschlands abgelenkt werde. EB
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