ArchivDeutsches Ärzteblatt11/1996Ausgaben für Gesundheit stiegen 1993 langsamer

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Ausgaben für Gesundheit stiegen 1993 langsamer

afp; Glöser, Sabine

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LNSLNS WIESBADEN. 1993 wurden in Deutschland rund 440 Milliarden DM für Gesundheit aufgewendet. Das sind nur 3,1 Prozent mehr als 1992. 1992 waren die Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr noch um 12,7 Prozent gewachsen. Die Gesundheit jedes einzelnen "kostete" 1993 nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes durchschnittlich 5 413 DM. Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttosozialprodukt lag bei 10,6 Prozent.
Mehr als die Hälfte des Gesamtbetrages (58,5 Prozent) entfielen 1993 auf die medizinische Behandlung. Die meisten Kosten verursachte die stationäre Behandlung, danach folgen die ambulante ärztliche und die zahnärztliche Behandlung sowie die Ausgaben für Arzneien, Heil- und Hilfsmittel sowie Zahnersatz. Auf Leistungen wie Entgeltfortzahlungen bei Krankheit oder bei Mutterschaft, Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsrenten und Reha-Maßnahmen entfielen 27,1 Prozent. Prävention und Betreuung einschließlich Pflege beanspruchten 7,6 Prozent des Gesamtbetrages. Finanziert wurden die Gesundheitsausgaben zu 47,3 Prozent über die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung. 15,2 Prozent trugen die öffentlichen und privaten Arbeitgeber und 14,2 Prozent die öffentlichen Haushalte bei. An den übrigen Aufwendungen beteiligten sich die Träger der Rentenversicherung mit 6,9 Prozent, die private Kran­ken­ver­siche­rung mit 5,3 Prozent und die gesetzliche Unfallversicherung mit 3,4 Prozent. Die privaten Haushalte gaben neben ihren Beiträgen zur Kran­ken­ver­siche­rung noch 34 Milliarden DM direkt für Leistungen aus. afp/SG
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