ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2010Statistik: 1,3 Prozent mehr Schwangerschaftsabbrüche

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Statistik: 1,3 Prozent mehr Schwangerschaftsabbrüche

Knöppke, Franziska

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Die Zahl der Schwanger­schafts­abbrüche in Deutschland steigt. Darauf hat das Statistische Bundesamt aufmerksam gemacht. Demnach gab es im ersten Quartal 2010 bundesweit circa 29 800 Schwangerschaftsabbrüche und damit 1,3 Prozent oder 400 mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Dem Bundesamt zufolge waren knapp drei Viertel (74 Prozent) der Frauen, die im ersten Quartal Schwangerschaftsabbrüche durchführen ließen, zwischen 18 und 34 Jahre alt. 14 Prozent der Frauen waren zwischen 35 und 39 Jahre alt, und nahezu acht Prozent waren 40 Jahre und älter. Der Anteil der unter 18-Jährigen betrug vier Prozent.

Beratungsregelung: 97 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche ging eine Beratung voraus. Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant. Foto: Keystone
Beratungsregelung: 97 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche ging eine Beratung voraus. Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant. Foto: Keystone

Laut Statistik erhöhte sich die Zahl von Spätabtreibungen im ersten Quartal 2010 um 54,8 Prozent. Das sei möglicherweise auf eine Änderung der statistischen Erhebungsbögen für Ärzte zurückzuführen, bei der nun alle relevanten
Methoden des Schwangerschaftsabbruchs und die Dauer der Schwangerschaft einheitlich erhoben würden, erklärte die familienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Dorothee Bär.

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„Die Statistik enthält erstmals Angaben zur Anzahl der Fetozide. Im ersten Quartal 2010 gab es insgesamt sieben Fetozide bei Mehrlingsschwangerschaften und 62 Fetozide in sonstigen Fällen. Insgesamt gab es 96 Abbrüche ab der
22. vollendeten Schwangerschaftswoche; im ersten Quartal 2009 waren es 62“, teilte Bär mit. knö

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