ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2010KV Hamburg: Klage wegen Fremdkassenzahlungsausgleichs

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KV Hamburg: Klage wegen Fremdkassenzahlungsausgleichs

Rieser, Sabine

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Wehrt sich gegen Honorarverluste nach Neuregelung: Hamburgs KV-Chef Dieter Bollmann. Foto: KV Hamburg
Wehrt sich gegen Honorarverluste nach Neuregelung: Hamburgs KV-Chef Dieter Bollmann. Foto: KV Hamburg

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hamburg geht auf Konfrontationskurs zur Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Sie klagt gegen die jüngste Änderung beim Fremdkassenzahlungsausgleich (FKZ).

Im Rahmen dieses Ausgleichs übermittelt eine KV der anderen Honorar, sofern sich ein Versicherter nicht dort behandeln lässt, wo er wohnt, sondern in einem anderen KV-Bereich. Durch rückwirkend in Kraft gesetzte Veränderungen beim FKZ erhalte die KV Hamburg nur noch einen Teilbetrag des angeforderten Honorars, heißt es in einer Erklärung. „Eine solche Regelung belastet Hamburg, dessen Honorar zu mehr als einem Fünftel aus Mitteln des FKZ gespeist wird, massiv“, kritisierte der KV-Vorstandsvorsitzende, Dieter Bollmann. Dem Vernehmen nach geht es um circa zehn Millionen Euro.

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Ein KBV-Sprecher erklärte auf Anfrage, man werde zu Unrecht verantwortlich gemacht. Die beanstandete Neuregelung sei im Erweiterten Bewertungsausschuss gegen die Stimmen der KBV getroffen worden. Die Neuregelung beim FKZ wird der KV Hamburg zufolge zu den Rückgängen bei den Regelleistungsvolumen beigetragen. Demnach wird das dritten Quartal 2010 teilweise deutliche Honorarrückgänge mit sich bringen und massive Verschiebungen zwischen und innerhalb von Arztgruppen bewirken. Lediglich Nervenärzte und Psychiater seien nicht betroffen. „Dies ist im Wesentlichen auf Bundesvorgaben zurückzuführen“, bemängelte Bollmann. Strikte Vorgaben zur Budgetierung und zur Verteilungssystematik ließen der KV keine andere Wahl. Rie

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