ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2010Finanzkrise: Ein Skandal
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. . . Es handelt sich um einen ausgewachsenen Skandal auf mehreren Ebenen, wobei die äußerst rigide Informationspolitik der Bank ihren Mitgliedern und der Öffentlichkeit gegenüber noch der geringste ist. Erst jetzt wird bekanntgegeben, dass die Genossenschaftsbank fünf Milliarden Euro, das Doppelte ihres Eigenkapitals, spekulativ in Schrottpapiere investiert hat. Dies verstößt wohl klar gegen den satzungsgemäßen Zweck der „Förderung der Mitglieder und Organisationen der Heilberufe“ und kann auch nicht als bankübliches Geschäft durchgewinkt werden. Ein Verstoß solchen Ausmaßes ruft dringend nach einer externen Prüfung und nicht nach einer Verharmlosungsstrategie . . . Auch ist die Frage zu stellen, inwieweit der Aufsichtsrat, bestehend aus den höchsten Repräsentanten unserer Berufsverbände, hier seine Aufgaben vernachlässigt hat und welche Verantwortung auch ihn trifft. Sind diese Herren überhaupt zeitlich in der Lage und kaufmännisch kompetent, die Geschäfte einer Bank zu kontrollieren? Ist ein solches korporatistisches Modell noch tragbar? Zehntausende Ärzte sind auf diese Bank angewiesen und Teilhaber derselben, und ein Ende der Schieflage ist bei weitem noch nicht abzusehen. Das beunruhigt zutiefst . . .

Dr. med. Karl Schulte, 50672 Köln

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