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Ein aktueller Bericht im DÄ beleuchtet die Situation von ärztlichen Berufseinsteigern und macht auf ein Problem aufmerksam, das von größter Bedeutung für junge Kolleginnen und Kollegen ist, die nach erfolgreichem Abschluss ihres Medizinstudiums die praktische Tätigkeit als Arzt beginnen.

Der plötzliche Wechsel von einer eher breit gefächerten, theoretischen Ausbildung im Medizinstudium zu einer verantwortungsvollen, selbstständigen ärztlichen Tätigkeit im Klinik-, Praxisalltag ist für viele junge Mediziner eine große Herausforderung und nicht selten mit einer psychischen Belastungssituation verbunden. Die studentischen Übungsmöglichkeiten von praktischen Fertigkeiten hängen häufig davon ab, in welchen Bereichen Praktika, Famulaturen und das PJ absolviert wurden. In vielen Fällen ist das Tätigkeitsfeld der ersten ärztlichen Stelle nicht zwangsläufig Teil dieser praktischen Ausbildung. Insbesondere in spezialisierten kleineren Fachgebieten, wie zum Beispiel der Dermatologie, sehen sich Berufsanfänger unter Umständen mit Untersuchungstechniken und Fragestellungen konfrontiert, die eine Überforderungssituation darstellen können. In Zeiten von immer stärker an Leistung orientierten Arbeitsbedingungen bei immer weniger ärztlichem Personal fehlt nicht selten eine Wissensvermittlung des fachspezifischen ärztlichen Basiswissens in der praktischen Patientenbetreuung.

Um diesem Problembereich in der Dermatologie entgegenzuwirken und jungen Berufsanfängern einen besseren Arbeitseinstieg zu bieten, wurde im letzten Jahr . . . an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel, das „DermaStartUp“ ins Leben gerufen. Der Kurs über eineinhalb Tage wendet sich an junge Kolleginnen und Kollegen, die bisher nicht länger als drei Monate im Klinik-, Praxisalltag tätig gewesen sind. Themen wie ärztliches Verhalten im Umgang mit Patienten, dermatologische Untersuchungstechniken, systematische Patientenuntersuchung und Anamneseerhebung, Effloreszenzenlehre und der Umgang mit dermatologischen Notfällen werden behandelt. Die Vermittlung praktischer Fertigkeiten erfolgt in Kleingruppen von zwei bis drei Teilnehmern.

Das durch die Deutsche Dermatologische Akademie zertifizierte „DermaStartUp“ wird regelmäßig an der Kieler Hautklinik angeboten . . .

Dr. med. Sascha Gerdes, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, 24105 Kiel

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