ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2010Mindestmengen: Weniger Kliniken dürfen „Frühchen“ behandeln

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Mindestmengen: Weniger Kliniken dürfen „Frühchen“ behandeln

Dtsch Arztebl 2010; 107(25): A-1236 / B-1088 / C-1068

Korzilius, Heike

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Extreme „Frühchen“ sollen künftig in spezialisierten Zentren behandelt werden. Foto: Picture Alliance
Extreme „Frühchen“ sollen künftig in spezialisierten Zentren behandelt werden. Foto: Picture Alliance

Vom 1. Januar 2011 an gelten neue Mindestmengen für Krankenhäuser, die Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht von unter 1 250 Gramm versorgen. Sie müssen künftig jährlich mindestens 30 solcher Kinder betreuen, um diese Leistungen auch weiterhin erbringen zu dürfen. Dagegen entfällt die Mindestmenge für Krankenhäuser, die Kinder mit einem Geburtsgewicht von 1 250 bis 1 499 Gramm versorgen. Bislang galt in beiden Bereichen eine Nachweispflicht von jeweils 14 Fällen im Jahr. Das hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) am 17. Juni in Berlin beschlossen.

Die Entscheidung solle sicherstellen, dass der zwingend erforderliche hohe fachliche Standard bei der Versorgung dieser besonders schutzbedürftigen Kleinstkinder gegeben sei, betonte der G-BA-Vorsitzende, Dr. Rainer Hess. „Die Entscheidung war deshalb so schwierig, weil Mindestmengen auch dazu führen, dass die medizinische Behandlung auf Zentren konzentriert wird, und dies wiederum einer wohnortnahen Versorgung entgegenstehen kann“, sagte Hess. Der neue Qualitätsstandard werde jedenfalls evaluiert. Die Regelung tritt in Kraft, wenn das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium sie nicht beanstandet. HK

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