ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2010Arzthaftungsrecht: Ergänzung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Der Artikel ist bezüglich des richtigen Zeitpunkts der Aufklärung aus Sicht der Klinikärzte um einen wichtigen Punkt zu ergänzen:

Geht der stationären Behandlung ein ambulantes Vorbereitungsgespräch voraus, an dem nach erfolgter Untersuchung ein fester stationärer Operationstermin vereinbart wird, so muss im Rahmen dieses Vorbereitungsgespräches der Patient aufgeklärt werden. Ein Aufklärungsgespräch, das erst am Tag der stationären Aufnahme in die Klinik erfolgt, ist daher verspätet und rechtlich wirkungslos. Denn der Patient hat dann bereits die für den stationären Aufenthalt notwendige Disposition getroffen und sich innerlich auf den am Tag nach der Aufnahme geplanten Eingriff eingestellt. Dadurch hat er bereits eine psychische Barriere aufgebaut, die ihn nunmehr trotz besserer Einsicht davon abhält, die Operationsbereitschaft zu widerrufen (BGH Urteil vom 07.04.1992 AZ: VI ZR 192/91, vergleiche auch BGH Urteil vom 25.03.2003 AZ: VI ZR 131/02). Anmerkung: Das Urteil des BGH vom 25.03.03 ist unter www.aerzteblatt.de/archiv/38388/ zu finden.

Anzeige

Philip Christmann, Rechtsanwalt, 14059 Berlin

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema