ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2010Weltkongress für Menschen mit Behinderung: Inklusives Bildungssystem gefordert

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Weltkongress für Menschen mit Behinderung: Inklusives Bildungssystem gefordert

Dtsch Arztebl 2010; 107(25): A-1238 / B-1090 / C-1070

Richter-Kuhlmann, Eva

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Für ein integriertes Bildungssystem hat sich der 15. Weltkongress für die Integration Behinderter ausgesprochen, der auf Initiative der Bundesvereinigung Lebenshilfe und des europäischen Dachverbands „Inclusion Europe“ vom 16. bis 19. Juni in Berlin stattfand. Mehr als 2 500 Menschen mit geistiger Behinderung und Akteure der Behindertenhilfe aus 72 Nationen nahmen daran teil.

Eine Schule für alle: In vielen Ländern Europas gehen 90 Prozent der behinderten Kinder auf allgemeine Schulen, in Deutschland sind es 15 Prozent. Foto: photothek
Eine Schule für alle: In vielen Ländern Europas gehen 90 Prozent der behinderten Kinder auf allgemeine Schulen, in Deutschland sind es 15 Prozent. Foto: photothek

Themenschwerpunkt war die Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die seit ihrer Ratifizierung vor einem Jahr auch in Deutschland gilt. Auf deren Grundlage fordern Eltern behinderter Kinder ein inklusives Bildungssystem, in dem sie zwischen einer Regelschule und einer Förderschule für ihr Kind wählen können. Unterstützung erhielten sie dabei von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen: „Ich finde, alle Kinder müssen in eine Schule gehen.“

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Einen verbindlichen Plan zur Umsetzung der UN-Konvention erwartet der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe. Sie verpflichte die Staaten, „ein inklusives Schulsystem zu schaffen und zwar sofort“. Noch immer gingen in Deutschland nur knapp 15 Prozent aller Kinder und Jugendlichen mit „sonderpädagogischem Förderbedarf“ auf allgemeine Schulen. In anderen europäischen Ländern liege der Wert bei 90 Prozent. ER

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