ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2010Gunda Leschber: Begeisterung für die Thoraxchirurgie

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Gunda Leschber: Begeisterung für die Thoraxchirurgie

Knöppke, Franziska

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Gunda Leschber. Foto: ELK
Gunda Leschber. Foto: ELK

Dr. med. Gunda Leschber ist seit dem 1. Juni Präsidentin der größten thoraxchirurgischen Vereinigung Europas und Amerikas – der European Society of Thoracic Surgeons. In der Organisation sind circa 1 000 Experten Mitglied. „Die internationale Vernetzung der Thoraxchirurgie wird immer bedeutsamer. Der Austausch von Wissen unter Kollegen kommt den Patienten zugute“, erklärte Leschber anlässlich ihrer Amtsübernahme.

Bereits im Mai hatte die American Association for Thoracic Surgery die Thoraxchirurgin als Mitglied aufgenommen und damit ihr wissenschaftliches Engagement gewürdigt. Zu ihren Spezialgebieten gehören die minimalinvasive Chirurgie, die Metastasenchirurgie und die Video-Mediastinoskopie. Leschber ist seit 2003 Chefärztin der Klinik für Thoraxchirurgie an der Evangelischen Lungenklinik Berlin-Buch. Sie übernahm damit eine Vorreiterinnenrolle: als bundesweit erste Frau, die eine solche Position an einer thoraxchirurgischen Klinik angetreten hat.

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„Noch sind nur 1,3 Prozent der Chefarztstellen in der Chirurgie in Deutschland mit Frauen besetzt“, sagt Leschber. Sie setzt sich dafür ein, vor allem bei den weiblichen Medizinstudierenden Begeisterung für das Fachgebiet Chirurgie zu wecken. Denn Nachwuchsmangel werde auch in diesem Gebiet der Medizin zunehmend zum Problem.

Die Berliner Klinik für Thoraxchirurgie ist 2008 als eine der ersten Kliniken als „Thoraxchirurgisches Zentrum“ zertifiziert worden und ist Teil des Lungenkrebszentrums vor Ort. Franziska Knöppke

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