ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2010Sächsischer Ärztetag: Votum für die Widerspruchslösung

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Sächsischer Ärztetag: Votum für die Widerspruchslösung

Dtsch Arztebl 2010; 107(26): A-1280 / B-1128 / C-1108

Richter-Kuhlmann, Eva

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Die sächsischen Ärzte möchten bei der Organspende eine Widerspruchslösung etablieren. Beim 20. Sächsischen Ärztetag Mitte Juni in Dresden forderten sie die sächsische Landesregierung auf, auf Bundesebene ein entsprechendes Gesetzesvorhaben zu initiieren. Durch die angestrebte Neuregelung erhöhe sich die Zahl der Organspender deutlich, hofft der Präsident der Sächsischen Lan­des­ärz­te­kam­mer, Prof. Dr. med. Jan Schulze.

Bei der Organspende gilt bisher die erweiterte Zustimmungslösung. Foto: vario images
Bei der Organspende gilt bisher die erweiterte Zustimmungslösung. Foto: vario images

Mit seinem Beschluss unterstützt das sächsische Ärzteparlament die Forderung des 113. Deutschen Ärztetages nach einer zeitnahen Neuregelung des Transplantationsrechts im Sinne der Widerspruchslösung. Mitte Mai hatte sich der Ärztetag überraschend für den Antrag aus der Bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer ausgesprochen. Diese hatte als erste Lan­des­ärz­te­kam­mer bereits für eine Änderung des Transplantationsgesetzes votiert.

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Bislang gilt in Deutschland die erweiterte Zustimmungslösung. Das heißt: Der Betroffene und seine Angehörigen müssen in die Organspende einwilligen. Nach Ansicht des Ärztetages führt dies jedoch dazu, dass nur ein geringer Teil derjenigen, die der Organspende positiv gegenüberstehen, auch tatsächlich Spender werden. ER

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