ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2010RKI-Studie: Zu wenige niedergelassene Rheumatologen

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RKI-Studie: Zu wenige niedergelassene Rheumatologen

ddp

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Das Robert-Koch-Institut (RKI) beklagt einen Mangel an niedergelassenen Rheumaspezialisten in Deutschland. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie habe einen Bedarf an 1 350 internistischen Rheumatologen ermittelt, derzeit gebe es aber nur etwa 700 ausgebildete Rheumaspezialisten, geht aus einer Studie des RKI hervor. Künftig sei sogar mit einem steigenden Bedarf an Spezialisten zu rechnen.

Angesichts unzureichender Ausbildungskapazitäten und eingeschränkter Niederlassungsmöglichkeiten für Rheumatologen sei nicht damit zu rechnen, dass sich dieses Defizit kurzfristig abbauen ließe. Das RKI regte deshalb an, ähnlich wie in Großbritannien oder den Niederlanden, rheumatologisch geschultes nichtärztliches Personal in die Patientenbetreuung zu integrieren. Dem RKI zufolge sind Aufklärung und Beratung besonders wichtig, da die Patienten danach die erforderlichen Maßnahmen wie Gelenkübungen oder die richtige Medikamenteneinnahme durchführen und aus den Versorgungsangeboten das für sie Notwendige heraussuchen können. Dies leisten neben Selbsthilfeorganisationen auch die Vertragsärzte mit Angeboten der ambulanten Patientenschulung und -information. ddp

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