ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2010Deloitte-Studie: Patienten sollen Kunden werden

BERUF

Deloitte-Studie: Patienten sollen Kunden werden

Dtsch Arztebl 2010; 107(26): [101]

Flintrop, Jens

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Das Gesundheitswesen muss stärker auf Konsumentenbedürfnisse ausgerichtet werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Deloitte-Studie „2010 Global Survey of Health Care Consumers“. Deloitte fragte jeweils mindestens 1 000 Bürger in Deutschland, der Schweiz, Frankreich, in Großbritannien, in Kanada und den USA nach ihrer Zufriedenheit mit ihrem Gesundheitssystem.

Obwohl in Deutschland 62 Prozent zufrieden sind, erwarten sie deutliche Verbesserungen in der Versorgung sowie Kostensenkungen im System. Insbesondere nach der Wirtschaftskrise schätzen deutsche Bürger die staatliche Finanzierung des Gesundheitssystems mittel- bis langfristig als unzureichend ein. Ihre privaten Ausgaben steigen. Im internationalen Vergleich belegt Deutschland hintere Ränge, wenn es um persönlichen Gesundheitszustand, Systemzufriedenheit und Offenheit für neue Services geht.

„Das deutsche Gesundheitswesen darf Bürger nicht länger als Patienten sehen, sondern muss sie als Kunden wahrnehmen“, folgert Prof. Dr. Peter Borges von Deloitte. Die Bevölkerung erwarte mehr Dienstleistung bei sinkenden Kosten. Doch dazu müssten die Deutschen mehr auf ihren Lebensstil achten, Behandlungspläne einhalten und aktiver an Prävention sowie Behandlungsvor- und -nachsorge beteiligt werden. JF

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Deutsches Ärzteblatt plus
zum Thema

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema