ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2010Intensivmedizin: S3-Leitlinie vorgelegt

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Intensivmedizin: S3-Leitlinie vorgelegt

Dtsch Arztebl 2010; 107(26): A-1282 / B-1130 / C-1110

Zylka-Menhorn, Vera

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Die analgetische, sedierende und antidelirante Therapie von Patienten auf Intensivstation sollte individuell zugeschnitten sein und engmaschig anhand von validierten Scoringsystemen überprüft werden. Dies ist eine der Kernthesen der evident- und konsensbasierten S3- Leitlinie „Analgesie, Sedierung und Delirmanagement in der Intensivmedizin“, die im Internet abrufbar ist unter www.awmf.org und www.leitlinien.net. Eine Kurzversion wurde auf englisch und deutsch www.egms.de/en/journals/gms/2010-8/000091.shtml publiziert.

Analgesie, Sedierung und Delirmanagement sollen engmaschig mit Scoringsystemen überprüft werden. Foto: epd
Analgesie, Sedierung und Delirmanagement sollen engmaschig mit Scoringsystemen überprüft werden. Foto: epd

Die S3-Leitlinie wurde von einem ärztlichen und pflegerischen Team aus zwölf Fachgesellschaften unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) erarbeitet. Sie berücksichtigt alle kritisch kranken Patientengruppen wie Kinder, alte Menschen, Schwangere und Polytraumatisierte. Unter Berücksichtigung von 671 Literaturstellen wurden Volltext, Schemata und Empfehlungen erstellt. In den Empfehlungen wurden die Grade „A“ (sehr starke Empfehlung), „B“ (starke Empfehlung) und „0“ (offene Empfehlung) gewählt.

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Die Vorteile einer systematischen Evaluation von Schmerz, Sedierungsgrad und Delir sowie von zielgerichteten Protokollen zur Anpassung des Sedierungsgrads und zur Behandlung von Schmerz und Delir sind vielfach belegt worden. Es resultieren eine geringere Inzidenz nosokomialer Infektionen, eine Verkürzung der Beatmungs- und Intensivbehandlungsdauer, eine geringere Letalität sowie ein geringerer Ressourcenverbrauch. zyl

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