ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2010Ulla Schmidt: Das Leben nach dem Ministeramt

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Ulla Schmidt: Das Leben nach dem Ministeramt

Dtsch Arztebl 2010; 107(27): A-1363 / B-1205 / C-1185

Hibbeler, Birgit

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Ulla Schmidt. Foto: ddp
Ulla Schmidt. Foto: ddp

Wie schwer Ulla Schmidt (61) der Abschied aus dem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium gefallen ist, war nicht zu übersehen. Bei der Übergabe an ihren Nachfolger Philipp Rösler (37) musste sich die SPD-Politikerin mehrfach die Tränen aus dem Gesicht wischen. Acht Monate ist das jetzt her. Kein langer Zeitraum im Vergleich zu den acht Jahren, in denen die SPD-Politikerin im Ministersessel saß. Doch auch die Tatsache, dass niemand vor ihr so lange im Ge­sund­heits­mi­nis­terium die Fäden zog, ändert nichts daran: Schmidt ist jetzt wieder eine ganz normale Bundestagsabgeordnete – ohne großen Mitarbeiterstab und Dienstwagen.

Mit Gesundheitspolitik hat sie nichts mehr zu tun. Sie ist Mitglied im Bundestagsausschuss für Kultur und Medien. Ihr Schwerpunkt ist die auswärtige Kultur- und Bildungspolitik, wie ihr Abgeordnetenbüro mitteilte. Das klingt zunächst einmal sperrig. Gemeint sind die Aufgaben, die etwa die Goethe-Institute übernehmen. Also ein Bereich, der weit weg ist von Kassenbeiträgen und Arzthonoraren.

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So weit, so gut: Ein Abgeordnetenmandat und ein neues Themenfeld. Aber kann damit eine ehemalige Ministerin ausgelastet sein – ganz ohne das Thema Gesundheit? Offenbar nicht. Denn Schmidt wird das „Gesicht der Gesundheitsregion Aachen“, wie die „Aachener Zeitung“ berichtete. Eine offizielle Position hat sie dort nicht. Den Initiatoren zufolge soll sie als Person – aus Aachen stammend – mit ihren weitreichenden Kontakten für das Projekt werben. Sie sei „in Sachen Gesundheit eine echte Marke“. Birgit Hibbeler

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