ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2010Gisela Olias: Fachfrau für Kalorienbomben

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Gisela Olias: Fachfrau für Kalorienbomben

Dtsch Arztebl 2010; 107(27): A-1363 / B-1205 / C-1185

Rieser, Sabine

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Gisela Olias. Foto: privat
Gisela Olias. Foto: privat

Vor kurzem hat es das Europäische Parlament abgelehnt, eine Nährwertampel für Lebensmittel einzuführen. Griffige Informationen über deren Fett- und Zuckergehalt seien aber generell nicht verkehrt, meint Dr. Gisela Olias (45), Pressereferentin des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE): „Viele Leute wissen zwar, dass sie nicht so viel naschen sollten, aber wie viele Kalorien Gummibärchen oder ein großes Eis haben, machen sie sich nicht bewusst.“

Ganz im Gegensatz zu ihr: Ein großes Eis am Stil hat etwa 250 Kilokalorien, weiß Olias, Gummibärchen 330 pro 100 Gramm, Salamipizza etwa 900 – die studierte Biologin scheint eine wandelnde Kalorientabelle zu sein. Bei ihrem Job kein Wunder. Und: Sie hat mit einem DIfE-Team erfolgreich am Wettbewerb „Wissenschaft interaktiv“ teilgenommen. Die Gruppe entwickelte interaktive Exponate, um Laien die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Energie und Gesundheit darzustellen.

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Kernstück ist die Energiewaage: Auf der einen Seite liegen Sandpäckchen für den individuellen Kalorienbedarf, den man sich zuvor ausrechnen lässt, auf der anderen Seite bunte Sandpäckchen für Menge und Art der Lebensmittel, die der jeweilige Testwieger isst und trinkt.

Olias’ Erfahrung ist, dass man dank der Waage leicht mit Klein und Groß ins Gespräch kommt: „Vielen macht es Spaß, etwas über sich zu erfahren. Und einige sind überrascht, zum Beispiel darüber, wie viele Kalorien Säfte haben.“

Frönt sie selbst manchmal noch einem Lebensmittellaster? Zwei klassischen, lacht Olias: „Pommes oder Kartoffelchips.“ Sabine Rieser

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