ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2010Online-Beratung: Niedrigschwellige Beratung für Stalking-Täter

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Online-Beratung: Niedrigschwellige Beratung für Stalking-Täter

Dtsch Arztebl 2010; 107(27): A-1360 / B-1203 / C-1183

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Stalking, das beharrliche Belästigen und Verfolgen einer anderen Person, meist eines Exbeziehungspartners, steht seit 2007 mit der Einführung des § 238 Strafgesetzbuch unter Strafe. Die Berliner Beratungsstelle Stop-Stalking hat mit finanzieller Förderung durch das Bundesjustizministerium die erste bundesweite Online-Beratung für Stalker eröffnet (www.stop-stalking-berlin.de). Der große Beratungsbedarf drückt sich in einer Vielzahl von Anfragen aus, die die im Mai 2008 gegründete Beratungsstelle seit Bestehen erhielt. Diese konnten aufgrund fehlender Kapazitäten für die persönliche Vor-Ort-Beratung bislang nur unzureichend beantwortet werden. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass viele Stalkingtäter und -täterinnen ein Problembewusstsein und einen Leidensdruck haben. Sie scheuen jedoch aus Scham oder Angst vor Strafverfolgung häufig den Schritt aus der Anonymität hin zum persönlichen Gespräch. Bundesweit gibt es keine vergleichbar niedrigschwellige Beratungseinrichtung, an die verwiesen werden kann. Daher stellt das Internetangebot mit Einzelchat eine Option dar, um Tätern einen Ausweg aus ihrem Nachstellen zu weisen, und dient somit auch dem Opferschutz. EB

www.stop-stalking-berlin.de
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