ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2010Ambulante Versorgung: Mehr Befugnisse für Psychotherapeuten gefordert

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Ambulante Versorgung: Mehr Befugnisse für Psychotherapeuten gefordert

PP 9, Ausgabe Juli 2010, Seite 294

Bühring, Petra

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Angesichts der zunehmenden Bedeutung psychotherapeutischer Versorgung fordert die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) eine Erweiterung der sozialrechtlichen Befugnisse für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. „Überflüssige und umwegige Überweisungen – und damit Kosten – könnten vermieden werden, wenn unsere Berufsgruppe direkt an Ärzte überweisen könnte“, verdeutlichte der DPtV-Bundesvorsitzende Dieter Best bei dem Symposium des Berufsverbandes „Zunahme psychischer Erkrankungen – Antworten für die Versorgung“ am 10. Juni in Berlin. Besonders inter- essiert ist Best auch an einem Konsiliarverfahren zusammen mit Hausärzten.

Psychotherapeuten sollten auf dem Gebiet psychischer Erkrankungen auch präventiv tätig werden dürfen und Heilmittel wie Ergotherapie, Logopädie sowie Soziotherapie verordnen dürfen, forderte die DPtV. Die Kompetenzen hierzu seien vorhanden. Des Weiteren sollten sie die Befugnis erhalten, Krankenhaus und Reha-Behandlungen anzuordnen, Arbeitsunfähigkeit zu bescheinigen sowie bei Suizidgefahr Zwangseinweisungen zu veranlassen. „Damit lassen sich zugunsten der Versorgung die Wege für die Patienten deutlich verkürzen“, betonte Barbara Lubisch, stellvertretende Bundesvorsitzende.

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Auf Unverständnis stößt bei der DPtV zudem, dass bisher die Leitung psychotherapeutischer Krankenhausabteilungen Ärzten vorbehalten ist, ebenso wie die fachliche Leitung Medizinischer Versorgungszentren. Für Ärzte und Psychologische Psychotherapeuten sollte gleiches Recht gelten, fordert der Berufsverband. pb

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