ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2010Weiterbildung: Frischer Wind nötig
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Mit Allgemeinplätzen wie „Der Deutsche Ärztetag fordert und fördert die Gewährleistung einer umfassenden . . . Weiterbildung durch . . . die Ärztekammern“, der sich so ebenfalls in den Beschlüssen zum Tagesordnungspunkt III – (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung im Absatz „Optimierung der ärztlichen Weiterbildung“ findet, sind die seit Jahren bekannten Defizite der ärztlichen Weiterbildung nicht zu beheben.

Als unmittelbar Betroffene freut es uns, dass der Ärztetag hier einen von uns geprägten Begriff offiziell übernimmt (Optimierung der ärztlichen Weiterbildung, Das Krankenhaus, 2010, Ausgabe 4, S. 331– 333).

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Dennoch ist es enttäuschend, dass der Ärztetag beziehungsweise die Bundes­ärzte­kammer innovative Konzepte zur Verbesserung der Weiterbildung im gleichen Beschluss reflexartig und ohne inhaltliche Beurteilung ablehnen, ohne konkrete Alternativvorschläge zu machen.

Wenn das schlechte Image der Ärztekammern bei den Kolleginnen und Kollegen in Weiterbildung beklagt wird, so sind es solche Reaktionen, die das Bild von Prüfungsbehörden und Besitzstandswahrern zementieren.

Frischer Wind durch neue Ideen ist in der Weiterbildung dringend notwendig und wird von der jungen Ärzteschaft zunehmend eingefordert.

Offenheit und konstruktive Kooperationsbereitschaft der ärztlichen Institutionen wären hier der richtige Weg.

Dr. med. Markus Unnewehr,
Dr. med. Ludwig Siebers,
48149 Münster

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