ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2010Universität Lübeck: Medizinische Fakultät bleibt erhalten

AKTUELL

Universität Lübeck: Medizinische Fakultät bleibt erhalten

Dtsch Arztebl 2010; 107(28-29): A-1379 / B-1219 / C-1199

ddp

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Der Protest hat sich gelohnt: In Lübeck kann man auch künftig Medizin studieren. Foto: dpa
Der Protest hat sich gelohnt: In Lübeck kann man auch künftig Medizin studieren. Foto: dpa

Nach wochenlangen Protesten ist die von der Schließung bedrohte Medizinische Fakultät der Universität Lübeck gerettet. Die von Schleswig-Holstein geplante Einsparsumme in Höhe von 25 Millionen Euro soll durch eine Umwandlung des Kieler Leibniz-Instituts für Meereskunde in ein Institut der Helmholtz-Gemeinschaft kompensiert werden. Das Institut wird künftig zu 90 Prozent vom Bund getragen. Das kündigten Bun­des­for­schungs­minis­terin Annette Schavan und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (beide CDU) in Berlin an. Die Zahl der Medizinstudienplätze in der Hansestadt soll zudem nicht verringert werden.

Bedingung für die Lösung war laut Schavan, dass die Zahl der Medizinstudienplätze in Lübeck erhalten bleibt. Die Medizinische Fakultät in Lübeck sei ein wichtiger Standort für Lehre und Forschung. Bei der Uni Lübeck „geht es ja nicht um irgendeine Klitsche, sondern um eine Hochschule von großer Qualität“. Carstensen sprach von einer Signalwirkung mit Blick auf die Unterstützung durch den Bund für strukturschwache Länder. Er verhehle nicht, dass die Debatten um die Schließung zu Vertrauensverlust bei den Studierenden und Streit zwischen den Universitäten Lübeck und Kiel geführt habe.

Anzeige

Ende Mai hatte die schwarz-gelbe Koalition in Schleswig-Holstein angekündigt, den Lübecker Medizinstudiengang im Rahmen eines umfangreichen Sparpakets 2012 auslaufen zu lassen. Gegen die geplante Schließung hatte es wiederholt Protestaktionen gegeben. ddp

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema