ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2010Medizinische Fakultäten: Prüfungen als Lehraufgabe anerkennen

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Medizinische Fakultäten: Prüfungen als Lehraufgabe anerkennen

Dtsch Arztebl 2010; 107(30): A-1429 / B-1265 / C-1245

Hillienhof, Arne

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Der Medizinische Fakultätentag (MFT) fordert, medizinische Staatsexamensprüfungen als Teil der Lehraufgabe anzuerkennen. Prüfungen seien grundsätzlich der Lehre zuzurechnen und entsprechend von den Ländern als Lehrtätigkeit zu bewerten, heißt es in einem Positionspapier von MFT, der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften und zahlreichen Verbänden vorklinischer Fächer. „Prüfungsleistungen dürfen nicht länger zulasten der Lehre gehen“, so der MFT. Er appellierte an die Bundesregierung, die durch die Approbationsordnung 2003 erhöhten Prüfungsauflagen nochmals kritisch zu analysieren.

Weniger Zeit für die Studierenden: Hochschullehrer sind immer stärker für Examen eingespannt. Foto: Photothek
Weniger Zeit für die Studierenden: Hochschullehrer sind immer stärker für Examen eingespannt. Foto: Photothek

Die Verbände bemängeln, dass trotz eines höheren Prüfaufwandes die Zahl der prüfungsberechtigten Hochschullehrer nicht erhöht werde. „Einzelne Hochschullehrer müssen bereits heute fünfzig Prozent mehr Prüfungsleistungen erbringen“, betonte MFT-Präsident Prof. Dr. med. Dieter Bitter-Suermann.

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Gerade beim Zweiten Staatsexamen sei die Zahl der Pflichtfächer ein gravierendes Problem. Die zeitlichen und personellen Vorgaben führten zu einer enormen Belastung, sagte der MFT-Präsident. hil

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