ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2010Randnotiz: Merkel will’s wissen

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Randnotiz: Merkel will’s wissen

Dtsch Arztebl 2010; 107(30): A-1429 / B-1265 / C-1245

Hibbeler, Birgit

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Kliniken, Praxen und Krankenkassen müssen sich auf hohen Besuch einstellen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will den Problemen im Gesundheitswesen intensiver auf den Grund gehen. Ähnlich wie bei ihrer „Bildungsreise“ vor zwei Jahren – mit anschließender Bildungsoffensive – wolle sie sich die „verschiedenen Facetten des Gesundheitswesens anschauen“, kündigte Merkel in einem Interview mit der Münchner Illustrierten „Bunte“ an. Von dieser Erkundung erhofft sich die Kanzlerin einen besseren Einblick in Nöte von Ärzten, Pflegepersonal und Patienten.

Nach dem monatelangen Hickhack um die sogenannte Gesundheitsreform wird das Thema nun also endlich zur Chefsache. Merkel will es wissen – und zwar alles. Das Gesundheitswesen sei eine „ganz schwierige Materie“, verriet sie der „Bunten“. Sie wolle deshalb unter anderem erfahren, wie das System funktioniere und nach welchen Maßstäben die Kassenbeiträge verteilt würden. Da kann man nur sagen: Eine wirklich gute Idee – nach fast fünf Jahren Kanzlerschaft. Vielleicht hätte es aber auch ein Anruf im zuständigen Ministerium getan.

Im Interview lobte die Regierungschefin die Arbeit der Beschäftigten im Gesundheitswesen. Es sei anstrengend, immer 100 Prozent Leistung zu bringen. „Ich bin nicht die Einzige, die jeden Tag das Beste geben muss“, meinte Merkel. Besonders würdigte sie die Chirurgen, „die jeden Tag viele Stunden operieren“. „Da möchte man auch keine Stunde erwischen, die gerade nicht so gut ist“, sagte die Kanzlerin. Darüber, dass das Formtief von Schwarz-Gelb nicht nur Stunden, sondern nun schon Monate alt ist, sprach Merkel mit der „Bunten“ nicht.

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