ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2010Hanns Hatt: Botschafter des Riechens

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Hanns Hatt: Botschafter des Riechens

Dtsch Arztebl 2010; 107(30): A-1467 / B-1301 / C-1281

Hibbeler, Birgit

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Hanns Hatt. Foto: privat
Hanns Hatt. Foto: privat

Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. Dr. med. habil. Hanns Hatt (62) hat nicht nur eine Vielzahl von Doktortiteln. Auch vor wissenschaftlichen Auszeichnungen kann sich der Zellphysiologe und Riechforscher zurzeit kaum retten. Innerhalb weniger Wochen erhielt er sowohl den Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) als auch den Robert-Pfleger-Forschungspreis – beide dotiert mit je 50 000 Euro.

Hatt forscht an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) auf dem Gebiet der molekularen und zellulären Sinnesphysiologie sowie der Geruchs- und Geschmacksforschung. Mit seinem Team hat er wegweisend zum Verständnis des Riechens bei Mensch und Tier beigetragen. Hatt konnte außerdem nachweisen, dass Geruchsrezeptoren auch außerhalb der Nase vorkommen. Spermien nehmen beispielsweise Duftlockstoffe wahr, die ihnen den Weg zur Eizelle weisen. Sein daran anknüpfendendes Buch „Das Maiglöckchen-Phänomen“ wurde zum Bestseller.

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Hatt überzeuge nicht nur durch seine Arbeit. Ihm sei es zugleich gelungen, seine Erkenntnisse einem breiten Publikum nahezubringen, begründete die DFG ihre Entscheidung. Er habe sich um den Dialog von Wissenschaft und Öffentlichkeit verdient gemacht.

Hatt studierte Biologie, Chemie und Medizin in München. Seit 1992 ist er Lehrstuhlinhaber für Zellphysiologie an der Fakultät für Biologie und Biotechnologie der RUB. Im Januar wurde er zum Präsidenten der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste gewählt. Birgit Hibbeler

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