POLITIK: Kommentar

Wichtiger Baustein

Dtsch Arztebl 2010; 107(30): A-1439

Hibbeler, Birgit

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Dr. med. Birgit Hibbeler, DÄ-Redakteurin
Dr. med. Birgit Hibbeler, DÄ-Redakteurin

Chaotisch und schlecht bezahlt – die Weiterbildung zum Allgemeinmediziner hatte in der Vergangenheit nicht den besten Ruf. Doch es gibt zwei gute Nachrichten für Uni-Absolventen mit dem Berufswunsch Hausarzt: Die Assistenzärzte in den Praxen verdienen heute mit 3 500 Euro brutto deutlich mehr als früher. Und: Vielerorts gibt es inzwischen Weiterbildungsverbünde. Sie organisieren eine nahtlose Rotation durch alle Abschnitte in Klinik und Praxis. Die Ärzte müssen sich also nicht mehr allein durchboxen.

Weiterbildungsverbünde sind ein wichtiger Baustein im Kampf gegen den Hausärztemangel. Da sind sich alle einig. Deshalb sollen jetzt auf Landesebene Koordinierungsstellen eingerichtet werden, die neue und bestehende Verbünde fördern. Eine richtige Entscheidung. Denn so wird eine gute Idee institutionalisiert und gestärkt.

Anzeige

Leider ist es zum Stichtag 1. Juli nicht überall gelungen, eine Koordinierungsstelle zu gründen. Außerdem werden die Regelungen wohl in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich aussehen. Und schließlich: Mancherorts gibt es noch Streit um die Zuständigkeiten. Das ist bedauerlich. An der Lebenswelt junger Ärztinnen und Ärzte geht so etwas nämlich völlig vorbei.

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema