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Die Autorinnen erwähnen die Fehlerberichtssysteme CIRSmedical Deutschland, das Patientensicherheits-Optimierungssystem (PaSOS) der Anästhesiologie und zwei weitere Fehlerberichtssysteme aus der präklinischen Notfallmedizin und der Altenpflege. Das Medical Error Reporting System der Gutachter (MERS) – von den Schlichtungsstellen und Gutachterkommissionen (SST) in der Bundesrepublik Deutschland entwickelt – wird nicht erwähnt.

SST prüfen, ob ein Patient fehlerhaft behandelt wurde und gegebenenfalls eine Kausalität zum geklagten Gesundheitsschaden vorliegt. Die Entscheidung der SST wird dem Patienten, dem Haftpflichtversicherer des Arztes beziehungsweise Krankenhauses und dem von den SST hinzugezogenen Gutachter bekanntgegeben.

MERS zeigt, dass zum Beispiel im Jahr 2008 bei 2 090 von 7 133 Schlichtungsverfahren Fehler – einschließlich der Mängel in der Risikoaufklärung – festzustellen waren. Die Ergebnisse werden jährlich von der Bundes­ärzte­kammer in Zusammenarbeit mit den SST der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Ergebnisse sind frei zugänglich (www.bundesaerztekammer.de, www.schlichtungsstelle.de).

Durch die Veröffentlichung der Ergebnisse wird eine Transparenz über fehlerbedingte Gesundheitsschäden in der Bundesrepublik Deutschland hergestellt. Medizinische Problembereiche werden – statistisch fundiert – erkannt. Die SST publizieren die Ergebnisse regelmäßig in medizinischen Fachzeitschriften. Ärzte und Juristen der SST halten Vorträge über die mit MERS gewonnenen Erkenntnisse. SST leisten damit einen substanziellen Beitrag zur Fehlerprävention und Erhöhung der Patientensicherheit. Hinweise auf die Arbeit der SST und MERS sollten in einem Artikel über Patientensicherheit und Fehlermanagement nicht fehlen.

DOI: 10.3238/arztebl.2010.0558a

Prof. Dr. med. Walter Schaffartzik

Johann Neu

Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der norddeutschen Ärztekammer

Unfallkrankenhaus Berlin

Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Berlin e.V.

Warener Straße 7

12683 Berlin

E-Mail: Doris.Behrendt@ukb.de

Interessenkonflikt

Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

1.
Hoffmann B, Rohe J: Patient safety and error management — What causes adverse events and how can they be prevented? [Patientensicherheit und Fehlermanagement: Ursachen unerwünschter Ereignisse und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung]. Dtsch Arztebl Int 2010; 107(6): 92–9. VOLLTEXT
1.Hoffmann B, Rohe J: Patient safety and error management — What causes adverse events and how can they be prevented? [Patientensicherheit und Fehlermanagement: Ursachen unerwünschter Ereignisse und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung]. Dtsch Arztebl Int 2010; 107(6): 92–9. VOLLTEXT

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