ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2010Zusammenarbeit der beteiligten Gruppen
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Leider wurde bei den referierten deutschen Aktivitäten nicht auf den Aktionsplan AMTS näher eingegangen. Schon im Rahmen des 1. Deutschen Kongresses für Patientensicherheit bei medikamentöser Therapie 2005 wurde das Thema Arznei­mittel­therapie­sicherheit (AMTS) vom Bundesministerium für Gesundheit aufgegriffen und mit dem „Aktionsplan 2008/2009 zur Verbesserung der Arznei­mittel­therapie­sicherheit in Deutschland“ ein kontinuierlicher, von Politik und Ärzteschaft gemeinsam getragener Prozess für Verbesserungen der Patientensicherheit im Bereich Arzneimittel eingeleitet. Angestrebt wird eine enge Zusammenarbeit der am Medikationsprozess beteiligten Gruppen in der Analyse der Ursachen mit dem Ziel, Strategien zur Risikominimierung zu entwickeln. Bei der Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) wurde im März 2008 eine Koordinierungsgruppe, bestehend aus Vertretern von Patientenverbänden, Apothekerverbänden, der Ärzteschaft, des Bundesministeriums für Gesundheit und des Aktionsbündnisses Patientensicherheit, zur Umsetzung und Weiterentwicklung des Aktionsplanes eingerichtet. Neben zahlreichen Forschungsprojekten wurden ein Informationsmerkblatt für Patientinnen und Patienten (www.ap-amts.de) sowie weitere Informationsangebote erarbeitet, so zum Beispiel die Informationsseite des Pharmakovigilanz- und Beratungszentrums für Embryonaltoxikologie Berlin (www.embryotox.de).

Die inzwischen beschlossene Fortschreibung des Aktionsplans betrifft die Jahre 2010 bis 2012. Neue Aspekte, wie zum Beispiel die Implementierung der AMTS in der ärztlichen Qualitätssicherung sowie die Stärkung der Kooperation von Ärzte- und Apothekerschaft zur Verbesserung der AMTS, wurden eingebracht. Auf dem 3. Kongress für Patientensicherheit bei medikamentöser Therapie 2010 in Berlin (www.kongress-patientensicherheit.de) wurden die Ergebnisse und die Weiterentwicklung des Aktionsplans AMTS der Öffentlichkeit vorgestellt.

DOI: 10.3238/arztebl.2010.0558b

Prof. Dr. med. Bruno Müller-Oerlinghausen

Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft

Bartningallee 11–13

10557 Berlin

Dr. med. Amin-Farid Aly

Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft, Geschäftsstelle

Herbert Lewin-Platz 1

10623 Berlin
E-Mail: Farid.Aly@akdae.de

Interessenkonflikt

Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

1.
Hoffmann B, Rohe J: Patient safety and error management — What causes adverse events and how can they be prevented? [Patientensicherheit und Fehlermanagement: Ursachen unerwünschter Ereignisse und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung]. Dtsch Arztebl Int 2010; 107(6): 92–9.
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1.Hoffmann B, Rohe J: Patient safety and error management — What causes adverse events and how can they be prevented? [Patientensicherheit und Fehlermanagement: Ursachen unerwünschter Ereignisse und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung]. Dtsch Arztebl Int 2010; 107(6): 92–9.
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