ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2010Rehabilitationsforschung: Für mehr Vernetzung und Individualität

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Rehabilitationsforschung: Für mehr Vernetzung und Individualität

Richter-Kuhlmann, Eva

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Die Rehabilitation von älteren Menschen soll künftig stärker mit der Krankenhausbehandlung und der häuslichen Krankenpflege vernetzt werden. Dies forderten Ärzte, Wissenschaftler, Politiker und Krankenkassenvertreter auf dem 1. Fachkongress für Rehabilitationsforschung und Versorgungsmanagement am 6. Juli in Berlin.

Die Potenziale älterer Menschen können durch Rehabilitationsmaßnahmen gefördert werden. Foto: vario images
Die Potenziale älterer Menschen können durch Rehabilitationsmaßnahmen gefördert werden. Foto: vario images

„Die Forschung zeigt, dass gute Rehabilitation immer individuell und vernetzt ist“, sagte der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Dr. Rolf Hoberg. Dieses Ziel will die AOK Baden-Württemberg gemeinsam mit der Universität Heidelberg ab Herbst mit einem Modellprojekt erreichen, bei dem die Reha von älteren Schlaganfallpatienten individuell zugeschnitten wird.

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Dieser neue Ansatz ergab sich aus der Studie „ARISE“ (Angewandte Rehabilitationsforschung Interdisziplinäre Schlaganfall-Erhebung), die das Institut für Gerontologie an der Universität Heidelberg erstellt hat. Beginnend im Jahr 2003 entwickelte die Einrichtung gemeinsam mit Kooperationspartnern aus der Akutversorgung und der stationären Rehabilitation ein Prognoseassessment für ältere Schlaganfallpatienten und testete es auf seine Eignung.

„Die Studie hat eindeutig gezeigt, dass bei der Entscheidung, ob und welche Rehabilitationsleistungen Schlaganfallpatienten erhalten sollen, das Lebensalter nur eine untergeordnete Rolle spielt“, erklärte Prof. Dr. med. Andreas Kruse, Leiter des Instituts. Körperliche, psychische und kognitive Merkmale müssten unbedingt mitberücksichtigt werden. ER

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