ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2010Verweigerte Kommunikation mit der Bezirksärztekammer

RECHTSREPORT

Verweigerte Kommunikation mit der Bezirksärztekammer

Dtsch Arztebl 2010; 107(31-32): A-1543 / B-1375 / C-1355

Berner, Barbara

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Verweigert ein Arzt hartnäckig und ständig die Kommunikation mit seiner Ärztekammer, handelt er berufswidrig. Das hat das Bezirksberufsgericht entschieden.

Bereits zu einem früheren Zeitpunkt war der beschuldigte Arzt wegen berufswidrigen Verhaltens verurteilt worden. Ihm war vorgeworfen worden, mehrfach Anschreiben seiner Bezirksärztekammer nicht beachtet zu haben. In der Folgezeit versäumte er es wiederholt, Befundberichte für Patienten zu erstellen. Auch in diesen Fällen folgte der betreffende Arzt den Aufforderungen seiner Ärztekammer nicht. Geldbußen aus früheren berufsgerichtlichen Entscheidungen mussten zudem im Wege von Kontopfändungen beigetrieben werden. Auch wurde dem Arzt ein unsensibler Umgang mit Patientendaten vorgeworfen.

Da es sich um mehrfache Pflichtverstöße handelt, ist in diesem Wiederholungsfall eine Geldbuße von 2 000 Euro für angemessen und notwendig angesehen worden, um dem Arzt seine Verfehlungen vor Augen zu halten. (Bezirksberufsgericht für Ärzte in Stuttgart, Urteil vom 20. Januar 2010, Az.: BGÄS 23/09) RAin Barbara Berner

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