ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2010Neue Influenza: Gesundheitsämter fehlten
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Ein vierseitiger Artikel im DÄ 18/2010 berichtet über die Ergebnisse des „Impfgipfels“, zu dem das DÄ eingeladen hat. Was lief gut, was wurde kritisiert, was sollte wie verbessert werden. In der langen Liste der eingeladenen Teilnehmer(inn)en fehlt leider der öffentliche Gesundheitsdienst! Die zitierten „positiven Rückmeldungen in Niedersachsen“ zur Organisation der Impflogistik beruhen auf einer Einbindung der Gesundheitsämter durch die Landesbehörden bereits in die Planungsphasen. Die pandemische Ausbreitung eines Virus mit wenig schweren Krankheitsverläufen erforderte eine Verteilung der 500er-Packungseinheiten in einzelne Mehrdosisbehälter für je zehn Impfungen nach Arzneimittelgesetz außerhalb des Katastrophenfalls. Hierfür war die bewährte Zusammenarbeit zwischen Landesbehörden und Gesundheitsämtern wichtige Voraussetzung. Die Strategie des Impfangebots für die Berufsfeuerwehr einer Großstadt ist eine andere als für die über 100 freiwilligen Feuerwehren eines Flächenlandkreises. In die Planungen eingebundene Gesundheitsämter können die Aufgabe der aktuellen Information von Ärzten und Bürgern besser wahrnehmen. Leider versäumten die Bundesbehörden in ihren Planungen und jetzt auch das DÄ bei diesem „Impfgipfel“, die vor Ort tätigen Gesundheitsämter ausreichend einzubinden . . .

Dr. Christoph Wenzel,
Leiter des Gesundheitsamtes Gifhorn, Sprecher des Landes-Fachausschusses Infektionsschutz Niedersachsen, 38518 Gifhorn

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