ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2010Einmalprodukte: Studien kaum machbar
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

1. Im Medizinproduktegesetz ist nur der Begriff „Medizinprodukt“ enthalten, und zwar aus gutem Grund, denn nicht nur Einmal-, sondern auch Mehrweg-Medizinprodukte sind einheitlich aufzubereiten – Reinigen, Desinfizieren und Sterilisieren.

2. Die Industrie kann ohne gesetzliche Vorgaben ihr Medizinprodukt als Einmal- oder als Mehrweg-Medizinprodukt einstufen.

Anzeige

3. Für den Laien muss klargestellt werden, dass auch Mehrweg-Medizinprodukte ordnungsgemäß aufzubereiten sind – entsprechend den RKI-Empfehlungen. Sich nur die Einmal-Medizinprodukte – siehe Artikel von H. Haindl im DÄ – vorzunehmen, ist unredlich.

4. Da die Zielgröße von Studien die (infektiöse) Komplikation sein muss, sind derartige Studien – wenn überhaupt – selbst mit einem sehr, sehr großen Aufwand nicht machbar.

5. Die Entscheidung des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums, gleiche Anforderungen an beide Medizinprodukte zu stellen, ist im Sinne einer umfassenden Patientensicherheit unabdingbar.

Prof. Dr. med. Henning Rüden, 10777 Berlin

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema