ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2010Modellstudiengang Medizin: Charité gibt Startschuss

BERUF

Modellstudiengang Medizin: Charité gibt Startschuss

Dtsch Arztebl 2010; 107(31-32): [127]

Hillienhof, Arne

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Zum Wintersemester 2010/11 beginnt an der Charité – Universitätsmedizin Berlin der neue Modellstudiengang Medizin. Das integrative Konzept zielt darauf ab, dass die Studierenden von Beginn an im Kontakt mit Patienten Krankheiten kennenlernen.

Dabei ist der Studiengang nicht in herkömmliche medizinische Fachgebiete unterteilt. Stattdessen studieren die künftigen Ärzte die Krankheiten geordnet nach Organsystemen, übergeordneten Entstehungsmechanismen und Lebensabschnitten, in denen sie auftreten.

Die Medizinstudierenden sollen aber nicht nur vom frühen Patientenkontakt profitieren. Bereits ab dem zweiten Semester erhalten sie durch Wissenschaftsmodule und Forschungspraktika einen Einstieg in die Forschung. „Eine frühe Weichenstellung für die spätere Wissenschaftskarriere ist uns sehr wichtig“, erklärte Charité-Dekanin Annette Grüters-Kieslich. Darüber hinaus seien auch soziale und kommunikative Kompetenzen elementarer Teil des Lehrplans.

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Manfred Gross, Prodekan für Studium und Lehre, sieht in der innovativen Struktur des Curriculums „eine wegweisende Neuausrichtung“ des Medizinstudiums in Deutschland. „Wir vermitteln von Anfang an klinische Inhalte, während die Grundlagenfächer wie Anatomie und Physiologie die Studierenden bis zum letzten Examen begleiten“, so Gross. Damit gehöre die viersemestrige „Paukphase“ ebenso wie das sogenannte Physikum an der Charité ab dem kommenden Semester der Vergangenheit an. hil

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