Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Wir bedanken uns für das kritische Interesse der Kollegen an unserem Beitrag „Einschränkung der Sexualität bei Rektumkarzinom“.

Wir möchten auf die genannten Kritikpunkte von Prof. Otto et al. sowie PD Dr. Hermann antworten:

Natürlich weist jede klinische Studie, die große Patientenzahlen (hier insgesamt 519 Patienten) einschließt, die methodische Schwäche auf, dass nicht alle Parameter kontrolliert werden können. Dennoch glauben wir, dass eine solche Verlaufsmessung der Lebensqualität über zwei Jahre repräsentativere Ergebnisse liefert als eine detailliertere Evaluation mittels Interview mit wenigen Patienten zu einem Zeitpunkt. Zur Kritik im Detail:

Ad 1: Wie im Originalartikel erwähnt, haben wir uns bei dieser Studie insbesondere von dem Gedanken leiten lassen, unsere Patienten so wenig wie möglich zu belasten. Diese Überlegungen sprachen eindeutig gegen die Verwendung des International Prostate Symptom Score (IPSS) beziehungsweise anderer geschlechtsspezifischer Indizes. Daher haben wir den validierten Lebensqualitätsfragebogen lediglich um diejenigen Fragen zur Sexualität ergänzt, die in diversen Vorstudien eine gute Reliabilität und vor allem Akzeptanz bei den Patienten gezeigt haben.

Ad 2: Wir glauben, dass Aussagen zur Einschränkungen der Sexualität nach Rektumoperationen nur im Kontext der gesamten Lebensqualität und altersspezifisch sinnvoll zu bewerten sind. Entsprechend haben wir unsere Ergebnisse dargestellt.

Ad 3: Zustimmen möchten wir Herrn Otto und Herrn Hermann, dass für die Aussagen zu den (Neben-)Wirkungen der Strahlentherapie längere Beobachtungszeiträume erforderlich wären oder weitere wichtige Parameter zu evaluieren wären. Gleichzeitig schließt die von uns vorgestellte Studie den längsten Verlaufsbeobachtungszeitraum ein, den wir zumindest im deutschen Sprachraum zu der Gesamtthematik „Lebensqualität beim Rektumkarzinom“ gefunden haben.

DOI: 10.3238/arztebl.2010.0574

Prof. Dr. med. Christian Schmidt MPH

Medizinischer Geschäftsführer

Kliniken der Stadt Köln gGmbH

Neufelder Straße 34

51067 Köln

E-Mail: schmidtc@kliniken-koeln.de

Prof. Dr. phil. Thomas Küchler

Referenzzentrum Lebensqualität in der

Onkologie am Krebszentrum Nord

Universitätsklinik Schleswig-Holstein

Arnold-Heller-Straße 5

24105 Kiel

Interessenkonflikt

Die Autoren aller Diskussionsbeiträge erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

1.
Schmidt C, Daun A, Malchow B, Küchler T: Sexual impairment and its effects on quality of life in patients with rectal cancer [Einschränkungen der Sexualität und ihr Einfluss auf die Lebensqualität bei Patienten mit Rektumkarzinom]. Dtsch Arztebl Int 2010; 107(8): 123–30. VOLLTEXT
1.Schmidt C, Daun A, Malchow B, Küchler T: Sexual impairment and its effects on quality of life in patients with rectal cancer [Einschränkungen der Sexualität und ihr Einfluss auf die Lebensqualität bei Patienten mit Rektumkarzinom]. Dtsch Arztebl Int 2010; 107(8): 123–30. VOLLTEXT

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Anzeige