ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2010Hausärzte: Praxisschließungen ab Ende August

AKTUELL

Hausärzte: Praxisschließungen ab Ende August

ddp; afp

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Protest gegen die Gesundheitsreform: Beginnen sollen die Hausärztestreiks in Bayern. Foto: picture alliance
Protest gegen die Gesundheitsreform: Beginnen sollen die Hausärztestreiks in Bayern. Foto: picture alliance

Mit Praxisstreiks will der Deutsche Hausärzteverband von Ende August bis Mitte September auf die seiner Ansicht nach existenzbedrohenden Folgen der Gesundheitsreform für die Hausärzte aufmerksam machen. Beginnen werden die Streikaktionen am 26. und 27. August in Bayern. Andere Landesverbände, wie Hessen und Rheinland-Pfalz, sollen sich anschließen. Für den 15. September ist ein bundesweiter Aktionstag geplant.

In Bayern wollen die Hausärzte ihre Praxen an den zwei Streiktagen im August schließen. Nur etwa jeder sechste Arzt soll weiterarbeiten und Notfälle versorgen. Hessens Hausärzte planen sogenannte Tage der offenen Praxis. Auch sie werden dann nur in Ausnahmefällen Patienten behandeln. Die Hausärzte wehren sich mit der Aktion gegen den Plan von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Philipp Rösler (FDP), die Vergütungen für Hausarztverträge um 500 Millionen Euro pro Jahr zu kürzen.

Anzeige

Wenig Verständnis zeigte der Ge­sund­heits­mi­nis­ter für die angedrohten Streiks: „Man darf Proteste nicht auf dem Rücken von Patienten austragen“, sagte er. Allerdings will Rösler nun offenbar den Hausärzten entgegenkommen. Das geht aus einem Diskussionsentwurf zur Gesundheitsreform hervor. Statt strikte Sparvorgaben für die Honorare in den Hausarztverträgen durchzusetzen, beschränke sich Rösler auf die Vorgabe, dass die Honorarzuwächse künftig nicht so stark ausfallen dürfen, dass die Krankenkassen deshalb Zusatzbeiträge verlangen müssen, zitierte die „Financial Times Deutschland“ aus dem Papier. ddp/afp

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote